Anpassung ist der Schlüssel: So gehen Sie mit der VUCA-Welt um

 

Anpassung ist der Schlüssel: So gehen Sie mit der VUCA-Welt um

Alles passiert schnell, ist unbeständig, komplex und schwer zu greifen – willkommen in der VUCA-Welt! Anpassungsfähigkeit ist heute der Schlüssel zum Erfolg. Doch wie schaffen Sie die passenden Bedingungen dafür? Das wollen wir heute besprechen und werfen zudem einen Blick darauf, wie wir selbst als Vorreiter mit den schnellen Veränderungen umgehen.

Wofür steht VUCA eigentlich?

Wenn wir von der „VUCA-Welt“ sprechen, fassen wir in diesem Akronym vier aktuelle Herausforderungen der Businesswelt zusammen:

  • Volatility (Unbeständigkeit)
  • Uncertainty (Unsicherheit)
  • Complexity (Komplexität)
  • Ambiguity (Mehrdeutigkeit)

Diese vier Faktoren ergeben zusammen einen Umstand, der Organisationen das Leben schwer macht: fehlende Planbarkeit in einer Welt, die sich schnell und wenig vorhersagbar wandelt. Der technologische Fortschritt ist heutzutage rasant. Veränderungen aller Art zeigen durch die Globalisierung überall ihre Auswirkungen – und bringen damit weltweit Unternehmen ins Wanken. Ehemals funktionale Strukturen sind dieser Welt nicht gewachsen, ganz einfach deshalb, weil sie sich unter völlig anderen Umständen bewährt haben. Man könnte auch sagen: In stabilen Umgebungen gewachsene Strukturen sind ungeeignet, um die Herausforderungen der dynamischen VUCA-Welt zu meistern.

Change als Chance: Veränderungen wirksam nutzen

Unsicherheit führt – ausgehend von den Individuen – in vielen Organisationen zu Angststarre. Ebenso oft kommt das genaue Gegenteil vor: kopflose „Veränderungsinitiativen“, die übereilt und ohne übergeordnetes Ziel umgesetzt werden, bringen noch mehr Chaos in die Abläufe.

Machen wir uns also zunächst klar, dass Veränderung nicht automatisch Erfolg bedeutet. Wir müssen sie gezielt herbeiführen, kritisch überprüfen und langfristig beobachten. Hals über Kopf ein neues System zu etablieren oder dieses brandheiße Framework einzuführen, von dem immer alle sprechen, bringt niemanden weiter. Deswegen benötigen Unternehmen ein erfolgsorientiertes, durchdachtes Change Management, um die Herausforderungen der VUCA-Welt in einen Motor umzubauen, der Innovationen antreibt. Diese Art Change Management unterstützt Veränderungen, die einem mächtigen Fluss gleichen: Es geht gleichmäßig und kontrolliert vorwärts. Auf der einen Seite gibt es keinen Stillstand, auf der anderen keine ungezähmten Stromschnellen. So verharren Organisationen nicht in starren und veralteten Strukturen, verändern sich aber auch nicht sprunghaft.

Den passenden Rahmen schaffen: Experimente als Antrieb

Für Organisationen ist es entscheidend, einen Rahmen zu schaffen, der Experimente zulässt. Denn aus dem Ausprobieren und Herumtüfteln können großartige Innovationen hervorgehen. Einen kontrollierten Rahmen zu bieten, federt dabei Risiken und hohe Kosten für Experimente ab. Schließlich können wir nie sicher sein, ob ein bestimmter Ansatz Erfolg verspricht. Dies ist mit ein Grund, aus dem immer mehr Organisationen agile Denkweisen und Strukturen unterstützen. Denn agile Methoden sind fehlerfreundlich und ermutigen Experimente in kleinen Schritten, die stetig überprüft und angepasst werden. Leider sind auch auf diese Weise noch Flops und fehlgeschlagene Ideen möglich – doch das Risiko und die Anzahl der gewagten Versuche lassen sich durch agile Strukturen signifikant senken. Das wiederum führt umgekehrt im Verhältnis zu einer höheren Zahl erfolgreicher Innovationen.

Fallbeispiel: SERVIEW in der VUCA-Welt

Wir als Team von SERVIEW sehen Herausforderungen als Chancen, denen wir uns furchtlos stellen. Wie alle Organisationen spüren wir die Auswirkungen der VUCA-Welt – ein konkretes Beispiel: die Coronapandemie. Wie viele andere Unternehmen mussten wir mit einem Schlag anders denken und handeln. Also nutzten wir die Krise als Katalysator für Innovation.

Denn eine Frage gewann mehr und mehr an Bedeutung: Wie können wir Weiterbildung so flexibel wie möglich gestalten, ohne an Effektivität, Spaß und Zusammenhalt zu sparen? Am Anfang stellten wir unsere Schulungen zügig auf den Live-Online-Betrieb um und investierten verstärkt in unsere E-Learning-Formate. Die Welt „blieb zu Hause“ und so auch unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Von dort ließ es sich bequem lernen.

Doch in Gegenden, wo das Infektionsgeschehen zur Ruhe kam, wuchs der Wunsch nach Präsenztrainings. Quarantäneverordnungen wiederum verhinderten für manchen Teilnehmer, an diesen Präsenzschulungen teilzunehmen. Wie also konnten wir es schaffen, ein Team als Einheit weiterzubilden – zu genau den Bedingungen, die jeder Einzelne sich wünschte?

Hybride Schulungen: Eine Innovation dank widriger Umstände

Unsere Antwort war das hybride Schulungskonzept. Mit dieser Idee bieten wir teilnehmenden Personen heute spannende, interaktive Weiterbildung – wahlweise vor Ort oder online, doch vor allem in der gleichen Gruppe. Denn im hybriden Training spielt es keine Rolle, ob Teilnehmende im Schulungsraum oder zu Hause vor der Webcam sitzen. Beide Zugangsformen führen in den gleichen Raum zum gleichen Trainer. So nehmen alle Beteiligten an derselben Weiterbildung teil und entwickeln als Team ein gemeinsames Verständnis. Dabei lernen alle auf die Art, die für sie individuell am besten ist: Wer kann und will, kommt mit den anderen Teilnehmenden in Präsenz zusammen. Wer in häuslicher Isolation sitzt, eine lange Anfahrt vermeiden will oder beispielsweise kleine Kinder zu betreuen hat, kann hingegen am Bildschirm mitmachen.

Das Konzept ist einzigartig ­– und macht uns unter anderem stolz, weil es vor allem dank der Einflüsse von VUCA-Faktoren zustande kam. Aus dem Druck der Krisensituation entstand ein bahnbrechendes Schulungskonzept, das auch nach der Pandemie fest in unserem Unternehmen verankert bleibt. Schließlich gibt es zahllose Gründe, warum Gruppen nicht vor Ort an der gleichen Schulung teilnehmen können.

Was lernen wir daraus? Die Rahmenbedingungen sind entscheidend. Organisationen müssen lernen, flexibel auf äußere Faktoren zu reagieren. Die Welt verändert sich immer schneller. Unternehmen, die an der Anpassung scheitern, haben es immer schwerer. Dadurch wird Flexibilität zur notwendigen Aufgabe, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Wahrhaft zukunftsträchtige Unternehmen hingegen müssen noch einen Schritt weitergehen – und durch innovative Strukturen den äußeren Faktoren zuvorkommen. Das heißt: Sie selbst müssen zu Vorreitern in Ihrem Geschäftszweig werden und neue Wege finden, flexibel zu handeln.

Wie Sie das schaffen? Darüber wollen wir uns mit Ihnen austauschen. Vereinbaren Sie gern einen kostenlosen persönlichen Gesprächstermin mit unseren Spezialisten!

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