COBIT 7 kommt: Das ändert sich gegenüber COBIT 2019


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Mit COBIT 7 steht die nächste Generation eines der bekanntesten Frameworks für die Governance und das Management von Information und Technologie bevor. ISACA wird die neue Version am 27. Oktober 2026 einführen. Gleichzeitig beginnt der endgültige Übergang von COBIT 2019 zu COBIT 7.

Für Unternehmen, IT-Verantwortliche und alle, die aktuell eine COBIT-Zertifizierung planen, stellt sich deshalb eine wichtige Frage: Was passiert mit COBIT 2019 und welche Fristen müssen jetzt beachtet werden?


Wann erscheint COBIT 7?

COBIT 7 startet am 27. Oktober 2026. Gleichzeitig wird das neue COBIT 7 Foundation Certificate eingeführt. Damit löst die neue Version das bisherige COBIT-2019-Foundation-Programm schrittweise ab.

COBIT unterstützt Organisationen dabei, Information und Technologie über das gesamte Unternehmen hinweg zu steuern und mit den strategischen Unternehmenszielen zu verbinden. Das Framework betrachtet dabei nicht ausschließlich die klassische IT-Abteilung, sondern die Governance und das Management von Information und Technologie im gesamten Unternehmen.

COBIT 2019 arbeitet unter anderem mit Governance- und Managementzielen, Prozessen, Organisationsstrukturen, Richtlinien, Informationsflüssen, Fähigkeiten und technologischer Infrastruktur. COBIT 7 führt diese Entwicklung nun in einer neuen Version fort.

Die wichtigsten Termine für COBIT 2019

Wer aktuell eine COBIT 2019 Foundation Zertifizierung plant, sollte besonders auf zwei Termine achten:

  • 26. Oktober 2026: letzter Tag für den Kauf der bisherigen COBIT 2019 Foundation Prüfung beziehungsweise der entsprechenden Prüfungsvorbereitung
  • 27. Oktober 2026: Einführung von COBIT 7 und des neuen COBIT 7 Foundation Certificate
  • 26. April 2027: Auslaufen des COBIT 2019 Foundation Certificate Programms

Damit entsteht eine Übergangsphase: Wer die COBIT-2019-Prüfung noch rechtzeitig erwirbt, kann seinen begonnenen Zertifizierungsweg zunächst fortsetzen. Entscheidend ist jedoch, die von ISACA vorgegebenen Fristen bei der persönlichen Trainings- und Prüfungsplanung zu berücksichtigen.


Wird ein bestehendes COBIT-2019-Zertifikat ungültig?

Nein. Das Auslaufen des bisherigen Programms bedeutet nicht automatisch, dass bereits erworbene COBIT-2019-Zertifikate ungültig werden.

Die Änderung betrifft in erster Linie das Zertifizierungsprogramm und die zukünftige Verfügbarkeit der bisherigen Prüfung. Wer COBIT 2019 Foundation bereits erfolgreich abgeschlossen hat, muss aufgrund der Einführung von COBIT 7 nicht erneut unmittelbar eine Foundation-Prüfung absolvieren.

Das ist ein wichtiger Unterschied: Ein Zertifizierungsprogramm kann eingestellt werden, ohne dass bereits erworbene Nachweise dadurch rückwirkend ihre Bedeutung verlieren.


COBIT 2019 oder COBIT 7: Was sollten Sie jetzt beachten?

Ob Sie noch mit COBIT 2019 Foundation starten oder auf COBIT 7 Foundation warten, hängt vor allem von Ihrem zeitlichen Bedarf ab.

COBIT 2019 kann sinnvoll sein, wenn …

Sie die COBIT Foundation kurzfristig für ein Projekt, eine berufliche Aufgabe oder eine geplante Qualifizierung benötigen und Ihre Prüfung innerhalb des vorgesehenen Übergangszeitraums absolvieren können.

Besonders wichtig ist dabei der 26. Oktober 2026, denn danach soll die bisherige COBIT-2019-Foundation-Prüfung nicht mehr neu erworben werden können.

COBIT 7 kann interessant sein, wenn …

Ihre Qualifizierung nicht unmittelbar abgeschlossen werden muss und Sie direkt mit der neuen Version des Frameworks starten möchten.

Ab dem 27. Oktober 2026 übernimmt COBIT 7 die Rolle der aktuellen COBIT-Version. Für Neueinsteiger wird sich der Blick daher zunehmend auf das neue COBIT 7 Foundation Certificate richten.


Was bedeutet COBIT 7 für Unternehmen?

Der Versionswechsel ist nicht nur für Prüfungsteilnehmende relevant. Auch Unternehmen, die COBIT als Grundlage für IT Governance, Enterprise Governance of Information and Technology, Risikomanagement oder Compliance einsetzen, sollten die weitere Entwicklung beobachten.

COBIT wird eingesetzt, um Strukturen zu schaffen, mit denen Organisationen unter anderem folgende Fragen beantworten können:

  • Wie werden Information und Technologie an den Unternehmenszielen ausgerichtet?
  • Welche Verantwortlichkeiten und Entscheidungsstrukturen benötigt eine wirksame IT Governance?
  • Wie lassen sich Risiken, Anforderungen und Kontrollmechanismen systematisch steuern?
  • Wie kann der Nutzen technologischer Investitionen transparent gemacht werden?
  • Wie lassen sich Governance und Management dauerhaft in der Organisation verankern?

Mit COBIT 7 entsteht nun eine neue Grundlage, an der sich zukünftige Schulungen, Zertifizierungen und voraussichtlich auch die praktische Weiterentwicklung von Governance-Systemen orientieren werden.


Müssen Unternehmen sofort von COBIT 2019 auf COBIT 7 wechseln?

Ein neues Framework bedeutet nicht automatisch, dass bestehende Governance-Strukturen von einem Tag auf den anderen ersetzt werden müssen.

Unternehmen sollten zunächst prüfen, welche Änderungen COBIT 7 gegenüber COBIT 2019 tatsächlich mit sich bringt und welche davon für die eigene Organisation relevant sind.

Gerade bei etablierten Governance-Modellen ist ein strukturierter Übergang sinnvoll. Bestehende Prozesse, Verantwortlichkeiten und Kontrollmechanismen sollten nicht allein aufgrund einer neuen Versionsnummer verändert werden.

Stattdessen empfiehlt sich beispielsweise eine Gap-Analyse:

  • Welche COBIT-2019-Praktiken werden heute genutzt?
  • Welche Änderungen bringt COBIT 7?
  • Welche bestehenden Prozesse bleiben unverändert?
  • Wo entstehen neue Anforderungen?
  • Welche Rollen benötigen zusätzliches Wissen oder eine neue Qualifizierung?

So lässt sich COBIT 7 gezielt in bestehende Governance-Strukturen integrieren.

Warum der Wechsel zu COBIT 7 jetzt wichtig wird

COBIT 2019 wurde 2018 beziehungsweise 2019 als umfassende Weiterentwicklung des damaligen COBIT-Modells eingeführt. Seitdem haben sich die Anforderungen an Unternehmens-IT deutlich weiterentwickelt.

Cloud-Plattformen, Künstliche Intelligenz, zunehmende regulatorische Anforderungen, Cybersecurity, Datenmanagement und eine immer stärkere Verzahnung von Business und Technologie beeinflussen heute die Governance von Unternehmen.

Damit wächst auch die Bedeutung eines Governance-Frameworks, das Organisationen dabei unterstützt, Technologie nicht isoliert zu verwalten, sondern als Bestandteil der gesamten Unternehmenssteuerung zu betrachten.

Welche konkreten inhaltlichen Neuerungen COBIT 7 gegenüber COBIT 2019 bringt, sollte dabei auf Basis der final von ISACA veröffentlichten Unterlagen bewertet werden.


Fazit: COBIT 7 macht eine rechtzeitige Planung notwendig

Mit dem 27. Oktober 2026 beginnt die nächste Phase von COBIT. Für bestehende COBIT-2019-Anwender besteht kein Anlass, ihre bisherigen Kenntnisse oder Zertifikate grundsätzlich infrage zu stellen. Wer jedoch aktuell eine Foundation-Zertifizierung plant, sollte die Übergangsfristen kennen.

Besonders relevant sind der 26. Oktober 2026 als letzter vorgesehener Kaufzeitpunkt für COBIT 2019 Foundation und der 26. April 2027 als Ende des bisherigen Programms.

Für Neueinsteiger wird COBIT 7 künftig die zentrale Grundlage sein. Unternehmen wiederum sollten prüfen, welche Änderungen des neuen Frameworks für ihre Governance-Strukturen tatsächlich relevant sind und wie ein sinnvoller Übergang gestaltet werden kann.


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