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Was ist agiles Arbeiten?

Was ist agiles Arbeiten?

Agiles Arbeiten ist kein neues Konzept. Die Idee wurde bereits Mitte der Neunziger erdacht und ist seitdem nicht mehr aus den modernen Organisationen wegzudenken. Agilität gewinnt an Akzeptanz, da die Führungskräfte ihre bedeutenden Vorteile erkennen – sowohl für das Unternehmen als Ganzes als auch für den Einzelnen.

Die entscheidende Frage lautet nicht: „Was ist agil und was nicht?“. Die Frage ist vielmehr, welche Arbeitsumgebung, welche Kultur und welche Methoden eine Organisation braucht, um den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen gerecht zu werden.

Jedes Jahr gibt es eine neue Bezeichnung für Agilität, die zeigen soll, dass ihre Anwender der Zeit voraus sind. Meistens zielen solche Kunstwörter darauf ab, uns etwa Büromöbel zu verkaufen, die angeblich neues Arbeiten und Denken ermöglichen. Es geht jedoch nicht um die Kunstwörter, die New-Work-Büros und die Sitzsäcke, von denen wir so viel hören. Bei agilem Arbeiten geht es um eine grundlegende Veränderung in der Art und Weise, wie Organisationen arbeiten, Menschen miteinander umgehen und wie sie geführt werden. Es geht um echte Veränderungen in der Arbeitsumgebung und für das Wohlbefinden der Menschen in den Organisationen. Im Fokus steht die Ausgestaltung der Art, wie wir heute und morgen arbeiten, um die Anforderungen unserer Kunden mit den passenden Dienstleistungen und Produkten zu erfüllen.

Definition: Agiles Arbeiten

Agiles Arbeiten wird oft als „die Fähigkeit, an dem Ort und zu der Zeit zu arbeiten, die für die anstehende Aufgabe am besten geeignet sind" definiert. Doch agiles Arbeiten ist so viel mehr. Es geht nicht nur um Hot Desking oder Desk Sharing und auch nicht alleine um das Arbeiten von zu Hause aus. Dies sind nur einige von vielen möglichen Bestandteilen.

Agiles Arbeiten ist auch ohne Hot Desking möglich. Und ohne Heimarbeit. Agiles Arbeiten erlaubt den Menschen zu arbeiten, wo und wann es am besten zu den Ergebnissen (den Produkten, Dienstleistungen oder Aufgaben) passt, die sie zu liefern haben. Es geht um Selbstverpflichtung und Selbstorganisation von guten, ausgebildeten und mündigen Mitarbeitern. Es geht darum, auf die Menschen und ihre Fähigkeiten zu vertrauen und ihnen den Raum zu geben, die richtige Entscheidung zu treffen. Es geht darum, sie auf die richtige Art und Weise zu führen, sie zu ermutigen, anzuleiten und zu schulen, damit sie ihre Produktivität, Kreativität und die Qualität der Ergebnisse verbessern. Agilität ist nicht das Ziel, sondern der Weg. Das Ziel ist eine zufriedenstellende Lieferung von Mehrwerten in Form von Services oder Produkten.

Wir sehen also, dass agiles Arbeiten viel mehr ist als eine Methode. Es ist eine Philosophie oder Kultur, die sich auf befähigte Menschen und ihre Interaktionen sowie auf die frühzeitige und konstante Bereitstellung von Werten fokussiert. Agilität hat eine anhaltende Anziehungskraft. Sie hat sich in den vergangenen Jahren vor allem in der Softwareentwicklung bewährt. Inzwischen findet sie in immer mehr Unternehmensbereichen erfolgreich Anwendung.

Was sind die Vorteile von agilem Arbeiten?

Agiles Arbeiten bietet eine ganze Menge Vorteile. Es stärkt die Mitarbeiter, schafft Verantwortlichkeit, fördert die Vielfalt der Ideen und erlaubt die schnellere Nutzung von Services und Produkten. Zudem fördert es die kontinuierliche Verbesserung. Es erlaubt, Entscheidungen frühzeitig zu testen und zu verwerfen. Dafür sorgen Feedback-Schleifen, die in dieser Geschwindigkeit von traditionellen Arbeitsweisen nicht zu realisieren sind. Darüber hinaus hilft agiles Arbeiten bei der Umsetzung von Änderungen, wenn die Anforderungen oder Rahmenbedingungen unsicher sind. Es unterstützt zusätzlich beim Aufbau von Kunden- und Benutzerengagement, indem sich die Teammitglieder auf das konzentrieren, was den größten Nutzen bringt.

Allerdings bieten agile Arbeitsweisen auch Risiken. Man konzentriert sich dabei auf kleine, inkrementelle Änderungen. Die Herausforderung besteht darin, dass ohne eine Vision der Blick aufs große Ganze verloren gehen kann und Unsicherheit bei den Beteiligten entsteht.

Außerdem braucht Konsensbildung Zeit und stellt viele Normen und Erwartungen infrage. Die Ressourcenkosten können zudem steigen, denn Teams müssen an einem gemeinsamen Standort arbeiten oder in die Infrastruktur investieren, damit sie aus der Ferne zusammenarbeiten können. Es kann auch der Eindruck entstehen, dass sich die Verantwortung vom befähigten Kunden auf das befähigte Projektteam verlagert – mit dem Risiko, dass Vorteile verloren gehen, weil sich das Projektteam auf die falschen Dinge konzentriert.

Was unterscheidet agile von traditionellen Arbeitsweisen?

Die Unterschiede zwischen traditionellen und agilen Arbeitsmethoden sind enorm. Der zunehmende Wettbewerb zwingt Organisationen dazu, schneller bessere Ergebnisse zu erzielen. Immer mehr Unternehmen stellen daher traditionelle Arbeitsweisen und Methoden infrage. In der kurzlebigen IT-Branche haben sich agile Modelle wie Scrum, SAFe oder Kaban bereits bewährt. Sie versprechen, langsame Top-Down-Organisationen in flexible und dynamische Unternehmen zu verwandeln.

Agilität verfügt über großes Potenzial, doch nicht immer sind Scrum & Co. die bessere Wahl.

Zwar hat agiles Arbeiten nachweislich erhebliche Vorteile sowohl für die handelnden Personen als auch für die Organisationen, die diese Arbeitsweise einführen. Es kann sehr erfolgreich und mit kurzen Amortisationszeiten umgesetzt werden. Dies muss jedoch korrekt und unter Berücksichtigung der Bedürfnisse und Anliegen der Organisation, der Kunden und Mitarbeiter geschehen.

Das bedeutet: Organisationen müssen sich Zeit nehmen, um zu überlegen, was für sie am besten ist und wie sie ihre eigene Umsetzung von „Agil“ finden können. Eine Adaption, die auf die Förderung der richtigen Kultur und die Erreichung ihrer Ziele abgestimmt ist, ist entscheidend. Wenn Organisationen das tun, kommen die Verbesserungen des Wohlbefindens und der Produktivität der Mitarbeiter allen zugute: nicht nur der Organisation und den Mitarbeitern, sondern auch den Kunden und sogar den Familien der Mitarbeiter und der weitläufigeren Gemeinschaft – wie Wellen im Teich. Warum sollte es nicht ein grundlegendes Ziel sein, jedem einen Arbeitsplatz zu bieten, der ihm oder ihr hilft, zu gedeihen und glücklich zu sein?

Organisationen, die eine agile Transformation erfolgreich eingeleitet haben, stellen fest, dass sich die Arbeitsmoral verbessert, die Mitarbeiterbindung zunimmt und die Kultur sich freundlicher, kooperativer und innovativer entwickelt. Es ist eine einfache Gleichung: Wenn Sie Ihre Mitarbeiter befähigen und ihnen die Rahmenbedingungen, Methoden und Tools zur Verfügung stellen, damit sie ihren Tag besser bewältigen können, werden sie glücklich und produktiver sein. Glückliche Mitarbeiter sind loyaler. Loyale Mitarbeiter sind produktiver. Produktivere Mitarbeiter liefern bessere Ergebnisse.

Sie wollen noch mehr über Agilität und moderne Arbeitstechniken erfahren? Sprechen Sie uns an – wir helfen Ihnen gerne weiter!

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